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Die Gnostische Meditation

Die Gnostiker sollten die Meditation zumindest
während vier bis sechs Stunden täglich praktizieren;
Übungen am Morgen,
am Abend und fast die ganze Nacht,
bis zum Morgengrauen...
Dies sollte man das ganze Leben lang machen,
und wenn man es so praktiziert, wird man ein tiefgründiges
Leben führen und sich selbstverwirklichen.
Macht man dies nicht, wird es ein oberflächliches,
hohles Leben sein, ein langweiliges Leben, sagen wir
vergleichbar mit einer seichten Pfütze
.

Samael Aun Weor


Gnostische Meditationen

1- Wichtigkeit einer ethischen Grundlage

„Reinige zuerst deinen Geist und dein Herz durch das Praktizieren eines rechten Lebenswandels, danach übe die Konzentration. Die Konzentration ohne Reinheit des Geistes und des Herzens ergibt keinen Sinn.

Einige dumme und ungeduldige Schüler entscheiden sich sofort für die Konzentration, ohne sich vorher einem ethischen Training zu unterziehen. Dies ist ein schwerwiegender Fehler.

Einige Okkultisten besitzen zwar eine gute Konzentration, doch keinen guten Charakter. Dies ist der Grund, warum sie dann keinen Fortschritt auf dem spirituellen Weg machen können.“

Sivananda

2- Die Selbst-Erkenntnis des Seins

„In unseren Studien gibt es zwei wesentliche, ja zwei entscheidende Faktoren: Der eine ist die Selbst-Erinnerung, der andere die Entspannung des Körpers. Sich selbst an sein inneres, profundes Sein erinnern und sich in tiefer Meditation entspannen – das ist der Schlüssel, damit in uns das Neue erscheint, so werden wir uns Schritt für Schritt selbst erforschen ...“

Samael Aun Weor

3- Die Konzentration und die Stille

„Die Stille ist ein äußerst wichtiger Faktor in der Arbeit mit der Konzentration. Das Gesetz der Stille ist die Grundlage jeder initiatischen Lehre, denn durch die Stille entsteht ein frischer Raum für die innere Schöpfung. Der universelle Gnostizismus lehrt, dass wenn wir in unserer Psyche etwas Wahrhaftes erschaffen wollen, wir lernen müssen uns in unseren inneren Bereich zurückzuziehen, indem wir die innere Stille praktizieren und mit unseren Energien sparsam umgehen.“

„Beobachtet die Stille in der Ruhe eures Geistes und betet zu eurem Vater, der im Geheimen weilt, und ihr werdet den Frieden der Konzentration finden.“

Rafael Vargas

4- Uns dessen bewusst werden, was wir schon wissen

„Wir sollen die Gnosis umfassend studieren. Dazu sind die Bücher da, die Vorträge und so weiter. Doch das Lesen der Bücher allein reicht nicht aus, meine Brüder, man muss tiefer gehen ...

Wenn wir versuchen anhand der Meditation den inneren Sinn jener Dinge zu verstehen, die wir im Gedächtnis gespeichert haben, dann gelangen diese Erkenntnisse zu höheren Regionen des intellektuellen Zentrums und wenn wir versuchen uns der Lehre noch bewusster zu werden, wird letztendlich dieses Wissen vom emotionalen Zentrum absorbiert.“

Samael Aun Weor

5- Die Konzentration

„Wenn verschiedene Kräfte oder Mächte psychischer und physischer Art in einem gemeinsamen Punkt eines vorgegebenen Raumes vereint sind, nennen wir das Konzentration.“  

Rafael Vargas

„Wenn man die Sonnenstrahlen mit einer Linse bündelt, können diese ein Stück Watte oder ein Stück Papier verbrennen. Dieselben Strahlen in ungebündelter Form können dies jedoch nicht vollbringen. Wenn du auf gleiche Weise die ungebündelten Strahlen deines Geistes vereinst und sie auf einen Punkt fokussierst, wirst du eine wunderbare Konzentration erreichen. Ein konzentrierter Geist wird dir wie eine kräftige Lampe dienen, um die Schätze der Seele zu entdecken.“

Sivananda

6- Die Resistenz als geheime Waffe des Egos

„Die Resistenz ist die Gegenkraft. Die Resistenz ist die Geheimwaffe des Egos.

Die Resistenz ist die psychische Kraft des Egos, die verhindert, dass wir all unserer psychologischen Defekte bewusst werden.

Die Resistenz agiert über einen Abwehrmechanismus, der versucht unangenehme, psychologische Defekte zu ignorieren, damit man sich ihrer nicht bewusst wird und man weiterhin in der psychologischen Knechtschaft verweilt.“

Samael Aun Weor

„Durch die Resistenz wachsen die Begierden und vermindert sich das Sehnen nach Einheit.“

Rafael Vargas

7- Höchste Analyse des „Ich“

„Aus den verschiedenen Situationen des Lebens können wir das psychische Material holen, um das Erwachen des Bewusstseins zu erreichen. Die beste Didaktik zur Auflösung des Ichs ist ein intensiv gelebtes praktisches Leben. Das Zusammenleben ist ein wunderbarer Spiegel, in dem man das Ich ganzheitlich betrachten kann.

In der Beziehung mit unseren Mitmenschen erscheinen die in der Tiefe des Unterbewusstseins versteckten Defekte spontan, sie kommen heraus, weil das Unterbewusstsein uns täuscht und wenn wir im Zustand erhöhter Achtsamkeit sind, dann sehen wir sie so, wie sie wirklich sind. Die höchste Freude für den Gnostiker ist es, die Entdeckung eines seiner Defekte zu feiern. Ein entdeckter Defekt ist ein toter Defekt. Wenn wir einen Fehler entdecken, sollten wir ihn wie in einer Szene sehen, so als ob man sich einen Film ansehen würde, doch ohne zu rechtfertigen und ohne zu verdammen ...

Wenn wir auf diese Weise jeden einzelnen unserer Defekte analysieren, dann werden wir sie verstehen, und wenn wir sie verstanden haben, müssen sie mithilfe der Göttlichen Mutter Kundalini eliminiert werden. Natürlich muss man sie anflehen, Sie bitten den Defekt zu eliminieren, den man begriffen hat ...“

Samael Aun Weor

8- Eine schwierige Aufgabe für den Anfänger

„Für den Neophyten erscheint am Anfang die Übung der Konzentration ermüdend und entmutigend. Man muss zuerst schrittweise neue Schichten des Geistes und des Gehirns öffnen. Doch nach einigen Monaten der Praxis wird man großes Interesse an der Konzentration finden und eine neue Art der Glückseligkeit entwickeln: das Glück der Konzentration oder Ananda.

Der zentrale Punkt der Konzentration ist, den Geist immer wieder erneut auf dasselbe Ziel zu richten und zu Beginn seine Bewegungen auf einen kleinen Kreis einzuschränken. Das ist das Hauptziel. So wird der Moment kommen, wo der Geist an einem Punkt verweilen kann. Die Konzentration kann man nur erreichen, wenn man frei ist von jeder Art der Zerstreuung.“

Sivananda