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Was ist die gnostische Anthropologie?

Psychoanalytische Anthropologie

Die gnostische Anthropologie (Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung) ist eine psychoanalytische Anthropologie. Der gnostische Anthropologe studiert mittels der „inneren Psychoanalyse“ oder des Studiums von sich selbst, den Ursprung des Lebens und des Menschen. „Oh Mensch, erkenne dich selbst und du wirst das Universum und die Götter erkennen (Inschrift im Tempel des Orakels in Delphi)“.

„Ohne vorhergehende Schulung in gnostischer Anthropologie wäre ein umfassendes Studium der verschiedenen archäologischen Stücke aus den Kulturen der Azteken, Tolteken, Maya, Ägypten und so weiter wenig erfolgreich.

Forschungsgebiete

Im modernen Zeitalter ist die Anthropologie das beste Mittel, um den Menschen und seinen Ursprung zu untersuchen, das, was er selbst ist und die Spuren, die er in den Kulturen hinterlassen hat.

Die Anthropologie besteht aus zwei maßgeblichen Forschungsgebieten:

Erstens die biologische Anthropologie, welche den Ursprung des Lebens anhand ihrer Evolutionstheorien, den Gesetzmäßigkeiten der Erbanlagen, den geologischen Zeitmaßstab und der menschlichen Rassen erforscht.

Zweitens die kulturelle Anthropologie, welche sich mit dem Menschen, mit der prähistorischen Kultur der Alten und Neuen Welt, mit der Familie, mit der Gesellschaft, mit der Religion, mit der Magie, mit der Kunst und mit der Sprache beschäftigt. Ebenfalls findet man eine große Vielfalt an untergeordneten Forschungszweigen, die eine Ergänzung der vorgenannten sind.

Da die offizielle Anthropologie abhängig ist von den Beobachtungen und ständigen Veränderungen der experimentellen Wissenschaften, entstanden mit der Zeit viele verschiedene anthropologische Richtungen, die sich oftmals widersprechen.

Der Mensch aus der Perspektive des Bewusstseins

Dieser ganze lange Prozess des Studiums des Menschen und seines Ursprungs ist letzten Endes das Studium des Menschen durch den Menschen selbst mit seiner limitierten Wahrnehmungsfähigkeit. Die Studienergebnisse werden deshalb immer widersprüchlich oder unterschiedlich sein und so wird man nie zu einem konkreten, ganzheitlichen Ergebnis gelangen.

Um ein völliges Verständnis des Studienobjekts (dem Menschen) zu erreichen, stützen wir uns auf ein an sich noch unbekanntes Hilfsmittel, nämlich das menschliche Wesen selbst.

Wenn wir klare und definitive Antworten über den Ursprung des Lebens, des Menschen, der verschiedenen Rassen und über den eigentlichen Sinn unserer Existenz wollen, so ist ein anderes Vorgehen im Studium notwendig: Wir müssen den Menschen aus der Perspektive des Bewusstseins studieren, ein Studium von uns selbst. Diese Selbst-Erkenntnis wird uns gleichzeitig ermöglichen den Ursprung des Lebens und des Universums kennenzulernen, denn “das Eine ist im Anderen enthalten”, der Mensch ist ein Teil des Universums.

Dieses Axiom ist und wird immer die Grundlage der Philosophie sein, warum also soll dieser Ansatz für die Wissenschaft nicht gelten? Die Wissenschaft müsste jetzt umso mehr ihre Methoden ändern, befindet sie sich doch vor einer neuen Herausforderung: Das Universum des unendlich Kleinen kennenzulernen, was die Rückkehr ins innere Universum bedeutet.

Die neue Anthropologie

Die neue Anthropologie ist also das Studium des Menschen anhand der Erkenntnisse über sich selbst unter Anwendung der Fähigkeiten des Bewusstseins, welche schlafend in uns weilen und nur darauf warten erweckt zu werden.

Dank der gnostischen Anthropologie sind wir imstande die Archetypen der verschiedenen Zivilisationen zu erkennen, um so an den Ursprung des gemeinsamen Wissens aller ethnischen Gruppen und die Beziehung dieser Weisheit zu Mensch und Kosmos zu gelangen.

Dies ist das spezifische Ziel der Gnostischen Gesellschaft Samael Aun Weor: Die geeignete Didaktik und Dialektik zum ganzheitlichen Studium des Menschen und seiner Umwelt zu lehren.